Die Stadt Detmold wird künftig die Wohngeldaufgaben für Horn-Bad Meinberg übernehmen.

Die Bearbeitungsdauer der Wohngeldanträge ist zu lang und damit für viele Betroffene in unserer Stadt nicht mehr tragbar. Die interkommunale Zusammenarbeit kann in diesem Bereich ein sinnvoller Schritt sein – entscheidend bleibt jedoch, was sie konkret für die Menschen in unserer Stadt bedeutet.

Die SPD‑Fraktion hat sich in der Beratung im Fachausschuss besonders für vier Punkte eingesetzt:

  • Regelmäßige Servicezeiten vor Ort, zu Beginn dreimal pro Woche
  • Barrierefreie Beratung mindestens einmal pro Woche
  • Evaluation nach zwei Jahren
  • Befristung der Vereinbarung auf drei Jahre

In der Online-Pressemitteilung der LZ vom 25.06.2026 wird jedoch ausgeführt, dass Detmolder Mitarbeitende einmal pro Woche in Horn-Bad Meinberg präsent sein sollen. Das würde unserem Anliegen widersprechen. Zudem soll die Vereinbarung nach dem Willen der Verwaltung unbefristet geschlossen werden – erstmals kündbar zum 31.12.2031. Aus unserer Sicht ist das zu lang, falls sich das Modell nach einer Evaluierung nicht wie geplant bewährt.

Wir hätten uns an dieser Stelle Nachbesserungen gewünscht. Da wir jedoch die Dringlichkeit einer schnellen Lösung sehen, haben wir uns in der jüngsten Ratssitzung der Stimme enthalten. Die SPD‑Fraktion wird die neue interkommunale Zusammenarbeit im Bereich Wohngeld kritisch begleiten. Wir setzen uns dafür ein, dass die Interessen der Betroffenen in unserer Stadt im Mittelpunkt stehen.

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