Digitale Ausstattung an unseren Schulen nicht auf Kosten der Eltern!

In den sozialen Medien in Horn-Bad Meinberg sorgte ein Elternbrief der Sekundarschule für Aufregung. In diesem werden Eltern und Erziehungsberechtigte aufgefordert, für den digitalen Unterricht im nächsten Schuljahr auf eigene Kosten ein Apple iPad zu beschaffen.

„Wir brauchen eine digitale Ausstattung an unseren Schulen“, erklärt dazu SPD-Bürgermeisterkandidat Dieter Krüger: „Aber nicht auf Kosten der Eltern und Familien!“ Er merkt an, dass für die Anschaffung der Geräte die Stadt als Schulträger verantwortlich sei und hierfür Fördermöglichkeiten aus dem Digitalpakt Schule zur Verfügung stehen.

Juso-Vorsitzender und Kreistagskandidat Sebastian Vogt ergänzt: „Die Corona-Pandemie hat noch einmal allen gezeigt, wie wichtig digitaler Unterricht geworden ist. Wir Jusos haben uns gemeinsam mit der SPD schon seit langem dafür eingesetzt, dass die Digitalisierung auch in Horn-Bad Meinberg endlich umgesetzt wird!“ Neben dem Personal bräuchte es dafür auch die entsprechende technische Ausstattung. „Viele Lehrkräfte haben während der Zeit ohne Präsenzunterricht sehr kreative Lösungen gefunden. Leider fehlen in Horn-Bad Meinberg noch viele Grundvoraussetzungen für digitalen Unterricht“, so Vogt. Denn neben den fehlenden Geräten und der Vernetzung in den Schulen, verfügt das Schulzentrum in Horn nur über einen Internetanschluss, der für moderne Anforderungen nicht ausreicht.

„Nachdem wir uns seit Jahren für eine bessere Internetanbindung an unseren Schulen eingesetzt und die Verwaltung immer wieder auf verschiedene Fördermöglichkeiten hingewiesen haben, wird das Schulzentrum nun endlich einen Breitbandanschluss bekommen“, berichtet Bürgermeisterkandidat Krüger: Die SPD hat die Stadtverwaltung außerdem gebeten, in der nächsten Schulausschusssitzung einen aktuellen Stand der Umsetzung des Medienentwicklungsplanes mitzuteilen.
Dieser war 2017 erstellt worden und legt die Digitalisierungsstrategie für die Jahre 2018-2023 fest. Auch er sieht die Anschaffung von zusätzlicher Hardware vor.

Zur Umsetzung möchte die SPD die vorhandenen Fördermöglichkeiten nutzen. Auch für die Ausstattung der Schülerinnen und Schüler an der Sekundarschule mit Tablet gibt es Geld von Bund und Land. Denn noch im Mai hatte der Koalitionsausschuss der Bundesregierung beschlossen, 500 Millionen Euro als Erweiterung des Digitalpakt Schule zusätzlich bereitzustellen. Ergänzt wird die Summe um 10 Prozent aus den Bundesländern, sodass insgesamt ein Volumen von 550 Million Euro zur Verfügung steht. „Dieses Geld muss dann vom Land NRW schnellstmöglich weitergegeben werden, damit es an unseren Schulen in Horn-Bad Meinberg ankommt und unsere Schülerinnen und Schüler mit Tablets oder Laptops ausgestattet werden können“, so Krüger.

Sebastian Vogt erklärt: „Die Geräte bleiben dabei im Besitz der Schulen und werden bei Bedarf verliehen. Die Förderung ermöglicht es uns, die Medienentwicklung an unseren Schulen noch schneller umsetzen, ohne die Eltern zur Kasse zu bitten. Denn die Bildungschancen hängen selbst heute immer noch zu strakt vom Einkommen der Eltern ab. Das dürfen wir bei der Digitalisierung nicht auch noch fortsetzen. Wir müssen alle Schülerinnen und Schüler in gleichem Maße gut ausstatten!“

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