Eggebad: Ausschuss lehnt Preiserhöhung ab

Verwaltung bleibt grundlegende Fragen schuldig

Die im Ausschuss für Bildung und Soziales vorgelegte Erhöhung der Eintrittspreise für Freibad und Hallenbad fand heute keine Mehrheit. Die SPD-Fraktion hat die Vorlage abgelehnt.

„Wir sind nicht grundsätzlich gegen Preisanpassungen. Aber wir können einer Erhöhung nicht zustimmen, solange weder ein konkreter Öffnungstermin für das Eggebad genannt werden kann noch der Regelbetrieb personell gesichert ist", so SPD-Stadtverordneter Christian Lanz.

Verwaltung ohne Antworten

Auf konkrete Nachfragen der Fraktion blieb die Verwaltung heute Antworten schuldig: Wann das Eggebad in dieser Saison öffnet, konnte nicht verbindlich gesagt werden. Man verwies lediglich auf ausstehende Reparaturen. Auch die ausgeschriebene Stelle eines Schwimmmeisters ist offenbar noch nicht besetzt. Dabei war im politischen Raum in den vergangenen Jahren, während das Eggebad komplett saniert wurde, der fraktionsübergreifende Konsens gereift, dass das Bad Anfang Mai betriebsbereit sein müsse. Den Verweis der Verwaltung auf die späte Öffnung im Vorjahr als Vergleichsmaßstab weist die SPD-Fraktion deshalb ausdrücklich zurück: Die Öffnung im Juni 2025 war einer Komplettsanierung geschuldet — eine Ausnahmesituation, die nicht als neuer Normalfall herhalten kann.

Preiserhöhung bei eingeschränktem Betrieb nicht vermittelbar

Die Bürgerinnen und Bürger müssen sich realistischerweise auf einen eingeschränkten Betrieb einstellen — mit reduziertem Angebot und möglicherweise eingeschränkten Öffnungszeiten, weil das nötige Personal fehlt. In dieser Situation höhere Preise zu verlangen, ist nicht vermittelbar. Zusätzlich sah die Vorlage die Einführung einer neuen Preiskategorie für Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren vor. Warum diese Unterscheidung sozialpolitisch sinnvoll sein soll, blieb unbegründet. Praktisch wirft sie zudem Fragen auf: An einer Freibadkasse das Alter von Teenagern zuverlässig zu überprüfen, ist im laufenden Betrieb kaum umsetzbar und schafft unnötigen Aufwand.

Forderung: Ordentliche Vorlage bis 2027 — gemeinsam mit den Fördervereinen

Die SPD-Fraktion fordert, dass die Verwaltung bis zum Frühjahr 2027 eine überarbeitete Vorlage vorlegt — mit nachvollziehbarer Kostenkalkulation, transparenter Preisgestaltung und einem verlässlichen Betriebskonzept. Dabei sollte der Förderverein des Eggebad frühzeitig eingebunden werden und auch die Fördervereine der Freibäder Belle und Bad Meinberg die Möglichkeit haben sich zu äußern, um gemeinsam eine ausgewogene und sozial gerechte Preisgestaltung für alle drei Bäder zu entwickeln. Erst dann kann auf solider Grundlage über Preisanpassungen für die Saison 2027 entschieden werden.

Zurück

Kommentare

Einen Kommentar schreiben

Bitte addieren Sie 3 und 8.