Ortverein Holzhausen-Externsteine / Fromhausen / Veldrom-Kempenfeldrom

Im Jahre 1848 zogen einige Holzhauser Waldarbeiter mit einer schwarz-rot-goldenen Fahne durch Holzhausen. Sie kämpften für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit wie viele Jahre vorher die Franzosen in der Revolution von 1789. Der Gründungsmythos des SPD-Ortsvereins Holzhausen-Externsteine lässt sich auf dieses Ereignis zurückführen. Die Fahne wurde über die Jahrzehnte und Jahrhundertwenden hinweg in Ehren gehalten. Unter Einsatz der eigenen Unversehrtheit gelang es, die Fahne auch im „Dritten Reich“ vor dem Zugriff der Nazis zu schützen. Bis heute befindet sie sich im Eigentum des Ortsvereins. 

Im Winter 1905/06 schlossen sich Männer zusammen, um sich für die Ziele der Deutschen Sozialdemokratie einzusetzen. Sie wollten mit ihrem Engagement die Lebensverhältnisse der Menschen verbessern.  

Der erste Vorsitzende des Ortsvereins war Fritz Richts, der von 21 Mitgliedern in der Gründungsversammlung 1906 gewählt wurde.  

Der beiden großen katastrophalen Weltkriege unterbrachen die Parteiarbeit auch in Holzhausen-Externsteine. Der Zusammenhalt der Sozialdemokraten war aber so stark, dass nach den Kriegsenden die Arbeit jeweils wieder aufgenommen und weiter für die sozialdemokratischen Ziele gekämpft wurde. 

Der SPD Ortsverein Holzhausen-Externsteine/Fromhausen ist eng mit dem Namen der Familie Stoll verbunden. So waren Walter, Friedhelm und Dieter Stoll immer im Vorstand des Ortsvereins tätig und haben ihn maßgeblich geprägt. 

Der Ortsverein konnte in seiner mehr als 100jährigen Geschichte auch viele Prominente der SPD begrüßen, so traf man Willy Brandt in der Gartenlaube der Familie Stoll oder den ehemaligen Bundestagsabgeordneten Dieter Heistermann, der 2008 am Energieforum des Ortsvereins teilnahm. Am 111. Geburtstag konnte der Ortsverein Franz Müntefering als Ehrengast begrüßen. 

Im Jahr 2007 übernahm Beate Raupach als erste Frau das Amt der Ortsvereinsvorsitzenden. Die Mitglieder stehen auch heute noch für sozialdemokratisches Engagement und kümmern sich um die Belange des Stadtteils, aber auch der gesamten Stadt Horn-Bad Meinberg.  

2017 schloß sich der Ortsverein mit dem Ortsverein Veldrom-Kempen-Feldrom zusammen. 

Neben der Partei- und Ratsarbeit veranstaltet der Ortsverein vielfältige Events, wie die traditionelle Maiwanderung, den politischen Frühschoppen und interessante Museumsbesuche. Nicht zu vergessen den Friedrich-Ebert-Tag, der mit hochkarätigen Vorträgen über prominente SPD-Politiker wie Willy Brandt oder Kurt Schumacher von Christian Denstorff begangen wird. Als institutionelle Einrichtung gehört auch die „Rote Kochrunde“ in den Reigen der Veranstaltungen. Hier wurde z.B. mit Geflüchteten aus Afghanistan zusammen gekocht. Wir bleiben dran und werden weiter engagiert  unsere sozialdemokratische Ausrichtung verfolgen. 

Ein Hinweis noch an dieser Stelle: 

Die schwarz-rot-goldene Fahne von 1848 kann heute noch im Burgmuseum der Stadt Horn-Bad Meinberg besichtigt werden. Es ist eine der letzten Revolutionsfahnen in ganz Deutschland.  

 

Zum heutigen Vorstand gehören: 

Beate Raupach, Vorsitzende des Ortsvereins 
Claudia Köstler-Spiering, stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende 
Sebastian Vogt, stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender 
Rolf Riepenhausen, Kassierer 
Marion Schiller, Schriftführerin 
Carola Huxoll, Beisitzerin 
Ulla Reimer, Beisitzerin 
Manfred Robrecht, Beisitzer.